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Projekt „Ich im Netz“

MekoIn der Woche vor den Ferien stand für alle 8. Klassen ein besonderes Projekt auf dem Stundenplan. Unter dem Titel „Ich im Netz“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler drei Schulstunden lang intensiv mit Chancen und Risiken der digitalen Welt auseinander.

An verschiedenen Stationen arbeiteten die Jugendlichen in Gruppen von jeweils vier Personen selbstständig an zentralen Themen rund um das eigene Verhalten im Internet. Mithilfe vorbereiteter Materialien, die vom Realschullehrer Manuel Judaschke der RS Arnstein erstellt worden waren, erschlossen sie sich die Inhalte eigenständig, diskutierten Fallbeispiele und hielten ihre Ergebnisse fest. Unterstützt wurden sie dabei von einer Lehrkraft des Medienkompetenztrios (Herr Merklein, Frau Gallus und Frau Hereth), die bei fachlichen Fragen zur Seite stand und zusätzliche Einblicke in technische Hintergründe gab.

Zu den Schwerpunkten gehörten das Recht am eigenen Bild und das Urheberrecht, Fragen des Datenschutzes, die Gefahren von Cybergrooming, Cybermobbing und Hate Speech sowie der Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Deep Fakes. Darüber hinaus beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Funktionsweise von Algorithmen und der möglichen Radikalisierung im Netz. Ziel des Projekts war es, die Medienkompetenz zu stärken und ein reflektiertes Verhalten im digitalen Raum zu fördern.

In der gemeinsamen Abschlussreflexion wurde deutlich, wie nachhaltig die Inhalte gewirkt haben. Besonders häufig nannten die Jugendlichen als wichtigste Erkenntnis die Bedeutung von Datenschutz und Vorsicht im Internet. Viele zeigten sich zudem beeindruckt davon, wie leicht man Opfer von Cybermobbing werden kann. Auch die Gefahr von Deepfakes und manipulativen Inhalten wurde vielfach als zentrale Erkenntnis hervorgehoben. Ebenso wichtig war für zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Auseinandersetzung mit Strategien zur Kontrolle der eigenen Nutzungszeit auf Social Media.

Auf die Frage, in welchen Situationen sie ihr Verhalten künftig ändern werden, gaben viele an, bewusster mit ihrer Social-Media-Nutzung und der damit verbrachten Zeit umzugehen. Außerdem wollen sie künftig genauer hinschauen, wenn sie Deepfakes oder verdächtige Inhalte entdecken. Auch beim Chatten mit fremden Personen oder beim Knüpfen neuer Kontakte im Internet wollen sie vorsichtiger sein.

Interessant war auch die Einschätzung der eigenen Kompetenz im Umgang mit manipulierten Inhalten. Bei der Frage, wie stark sie darauf vertrauen, Deepfakes oder manipulierte Inhalte erkennen zu können (1 = wenig Vertrauen, 5 = sehr viel Vertrauen), wählten die meisten Schülerinnen und Schüler die 4. Dies zeigt, dass sie sich nach dem Projekt recht sicher fühlen, manipulierte Medieninhalte, z. B. mit KI täuschend echt erzeugte Bilder/Audio-/Videoinhalte, zu erkennen. Sie sind sich der Herausforderung beim Erkennen und der Gefahren durch Deepfakes bewusst!

Das Projekt „Ich im Netz“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig eine frühzeitige Auseinandersetzung mit digitalen Themen ist. Durch selbstständige Gruppenarbeit, fachliche Begleitung und offene Reflexion wurden die Jugendlichen nicht nur informiert, sondern nachhaltig in ihrer Eigenverantwortung im Netz gestärkt.

Medienkompetenz durch Aufklärung und Skepsis sind und bleiben starke Maßnahmen gegen Deepfakes!